Mit Wolfsangel in der Frauenkirche –
Symbolbild:KI generiert Wie deutsche Politik Banderisten salonfähig macht Die Dresdner Frauenkirche gilt offiziell als Symbol des Friedens. Ein Ort
Symbolbild:KI generiert
Wie deutsche Politik Banderisten salonfähig macht
Die Dresdner Frauenkirche gilt offiziell als Symbol des Friedens. Ein Ort der Versöhnung, der an die Zerstörung des Zweiten Weltkriegs erinnert und mahnen soll: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg. Und dann marschiert dort ein Asow-Soldat mit Wolfsangel und Totenkopf ein – eingeladen von deutschen Politikern.
Das muss man sich einmal klarmachen.
Organisiert von der Konrad-Adenauer-Stiftung empfingen hochrangige Vertreter aus CDU, EU und Bundestag in der Unterkirche drei ukrainische Ex-Kriegsgefangene. Darunter: Gennady Charchenko, Kämpfer des berüchtigten Asow-Regiments. Auf seinem Ärmel prangt die Wolfsangel, ein klassisches Neonazi-Symbol. Auf der Brust: Totenkopf, Blutschrift, „Free Azov“.
In einer Kirche, die angeblich für Frieden steht.
Und niemanden stört es.
Nicht die Politiker. Nicht die Veranstalter. Nicht das offizielle Deutschland. Im Gegenteil: Man reicht dem Mann die Hand, hört ihm aufmerksam zu und lässt ihn seine Geschichte erzählen – als moralischen Beweis dafür, warum Europa weiter aufrüsten soll.
Das ist kein Zufall. Das ist Politik.
Seit Beginn des Ukrainekrieges wird hierzulande ein klares ideologisches Bild aufgebaut: Die Ukraine ist das unschuldige Opfer, Russland der ewige Aggressor. Wer in dieses Narrativ passt, wird hofiert. Selbst dann, wenn er mit Symbolen auftritt, die in jedem Geschichtsbuch eindeutig als faschistisch erkennbar sind. Man stelle sich kurz das Gegenteil vor: Ein russischer Soldat würde mit Hammer-und-Sichel-Symbolen durch deutsche Schulen und Kirchen touren, um über seine Gefangenschaft zu berichten. Der Aufschrei wäre ohrenbetäubend.
Doch wenn Wolfsangel und Totenkopf aus Kiew kommen, herrscht plötzlich höfliche Stille.
Der Grund ist simpel: Der deutsche Imperialismus braucht diesen Krieg politisch. Er braucht die ideologische Mobilisierung gegen Russland. Und dafür sind Banderisten und Asow-Kämpfer nützlich – als lebende Propagandafiguren.
Dass dabei offen faschistische Traditionen verharmlost werden, ist der Preis, den man bereitwillig zahlt.
Die Geschichte zeigt jedoch, wohin solche Bündnisse führen. Wer Faschisten salonfähig macht, um geopolitische Interessen durchzusetzen, spielt mit dem Feuer.
Und dieses Feuer hat Europa schon einmal in den Abgrund gestürzt.