Blogger Ossi
  • Home
  • Blog
  • Autor
  • Datenschutz
TwitterFacebookRSS

Die Annexion der DDR …

Das Bild ist KI-generiert und haben Symbolcharakter – nicht mehr und nicht weniger. …. und das Praktikum im westlichen System Es wird immer

  • admin

admin

11 Juni 2026 • Autor

enter image description here Das Bild ist KI-generiert und haben Symbolcharakter – nicht mehr und nicht weniger.

…. und das Praktikum im westlichen System

Es wird immer unerträglicher, dieses System täglich ertragen zu müssen. Dieses westdeutsche Herrschaftssystem steht nicht für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde, wie es sich selbst ununterbrochen in die Kameras spricht. Seine tragenden Säulen sind Täuschung, Heuchelei und Klassenherrschaft. Es lügt über seine Geschichte, betrügt die arbeitenden Menschen um die Früchte ihrer Arbeit und täuscht Demokratie vor, während Banken, Konzerne, Geheimdienste und transatlantische Netzwerke längst die Richtung bestimmen.

Viele von uns haben in der DDR im Fach Marxismus-Leninismus gelernt, wie der Kapitalismus funktioniert: dass der Staat nicht über den Klassen steht, sondern Instrument der herrschenden Klasse ist; dass Imperialismus nicht einfach Außenpolitik bedeutet, sondern die ökonomische und militärische Ausdehnung des Monopolkapitals; dass die bürgerliche Demokratie immer dort endet, wo die Eigentumsfrage gestellt wird. Damals haben manche darüber gelächelt, manches ignoriert, manches für graue Theorie gehalten. Heute sitzen wir im praktischen Anschauungsunterricht des westlichen Systems. Und dieses Praktikum ist bitter.

Denn was kam nach 1990? Keine Befreiung, sondern Annexion. Keine blühenden Landschaften, sondern Treuhand, Massenarbeitslosigkeit, Deindustrialisierung und soziale Entwurzelung. Ganze Betriebe, ganze Lebensleistungen, ganze wissenschaftliche und kulturelle Strukturen wurden abgewickelt. Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet, aufgebaut, geforscht, gelehrt, gepflegt und produziert hatten, wurden plötzlich behandelt, als müssten sie von westdeutschen Funktionären erst zivilisiert werden. Der Osten wurde nicht gleichberechtigt vereinigt. Er wurde übernommen.

Diese sogenannte „friedliche Revolution“ war in Wahrheit eine Konterrevolution. Sie bedeutete nicht die Befreiung der Arbeiterklasse, sondern ihre erneute Unterwerfung unter das Kapital. Sie bedeutete nicht Demokratie, sondern die Wiederherstellung der Macht jener Eigentumsordnung, die schon immer Krieg, Ausbeutung, Konkurrenz und soziale Kälte hervorbringt.

Gorbatschow trägt dafür eine historische Verantwortung. Ob gekauft, naiv, verblendet oder politisch bankrott — das Ergebnis bleibt dasselbe: Er öffnete dem Imperialismus die Tür. Die USA und die NATO konnten ihren Einfluss nach Osten ausdehnen. Deutschland wurde wieder zur Führungsmacht in Europa. Der Sozialismus wurde nicht nur besiegt, er wurde verhöhnt, verleumdet und aus den Köpfen geprügelt. Und während man uns „Freiheit“ versprach, wurde Stück für Stück sichtbar, was diese Freiheit im Kapitalismus bedeutet: Freiheit der Konzerne, Freiheit der Spekulanten, Freiheit der Kriegstreiber, Freiheit der Ausbeuter.

Besonders bitter ist, dass viele Menschen im Westen bis heute glauben, sie lebten im besten aller möglichen Systeme. Dabei wählen sie immer wieder Parteien, die ihre Löhne drücken, ihre Renten kürzen, ihre Wohnungen verteuern, ihre Kinder in Kriege hineinziehen und ihre Zukunft verkaufen. Das ist keine Frage individueller Dummheit, sondern Ergebnis jahrzehntelanger ideologischer Bearbeitung. Wer jeden Tag mit Antikommunismus, Konsumpropaganda, NATO-Erzählungen und bürgerlichen Medienbildern gefüttert wird, verliert irgendwann den Blick für die Klasseninteressen hinter der Fassade.

Darum darf unsere Antwort nicht bloß Verbitterung sein. Sie muss politisch werden. Wir dürfen nicht bei der Beschimpfung einzelner Menschen stehen bleiben, sondern müssen das System angreifen, das diese Verhältnisse hervorbringt. Nicht „die Wessis“ sind der Hauptfeind, sondern die westdeutsche Bourgeoisie, ihre Parteien, ihre Medien, ihre Staatsapparate und ihre imperialistischen Bündnisse. Auch im Westen gibt es Arbeiter, Rentner, Erwerbslose, Jugendliche, die ausgebeutet, belogen und gegeneinander ausgespielt werden. Sie sind nicht unsere Feinde. Sie sind mögliche Verbündete, wenn sie begreifen, dass auch sie nur Verfügungsmasse des Kapitals sind.

Die Forderung nach einer Neubewertung der sogenannten Wiedervereinigung, nach Offenlegung aller politischen Abmachungen, nach Kritik am Zwei-plus-Vier-Vertrag und an der NATO-Einbindung Deutschlands ist legitim und notwendig. Noch wichtiger aber ist die Wiedergewinnung eines historischen Bewusstseins: Die DDR war nicht perfekt, aber sie war der Versuch, auf deutschem Boden mit Faschismus, Militarismus und Kapitalherrschaft zu brechen. Genau deshalb musste sie verschwinden.

Für unsere Kinder und Enkel dürfen wir nicht schweigen. Sie sollen nicht glauben, dass Ausbeutung Naturgesetz, Kriegspolitik Staatsräson und kapitalistische Kälte Normalität sind. Sie sollen wissen: Eine andere Gesellschaft ist möglich. Eine Gesellschaft, in der nicht Profit über Menschen steht, nicht Konkurrenz über Solidarität, nicht NATO über Frieden, nicht Konzernmacht über Volksinteresse.

Wer heute die Katastrophe des westlichen Systems erlebt, muss die alte Wahrheit neu begreifen: Ohne Klassenbewusstsein bleibt Wut blind. Mit Klassenbewusstsein wird sie zur Kraft.

Schlagworte: ANNEXION Klassenkampf

Ähnliche Beiträge
  • Teil 5: Der große Bluff
  • Die Moral des „Blackrock im Kanzleramt“
  • Teil 1: Das Versprechen

Letzte Beiträge

  • 22. Juni 1941:

    21 Juni 2026

  • Der Spiegel und "Unser Krieg gegen Russland"

    21 Juni 2026

  • Deutschland auf Kriegskurs?

    15 Juni 2026

  • Geschichtspolitik am 8. Mai:

    11 Juni 2026

  • Die Annexion der DDR …

    11 Juni 2026

Alle Beiträge: Autor
Nächster Beitrag
Geschichtspolitik am 8. Mai:

Geschichtspolitik am 8. Mai:

Das Bild ist KI-generiert und haben Symbolcharakter – nicht mehr und nicht weniger. Worum es wirklich geht Die Auseinandersetzung um das
11 Juni 2026 •Autor
Vorheriger Beitrag
Warum es nur eine revolutionäre Partei geben kann

Warum es nur eine revolutionäre Partei geben kann

Das Bild ist KI-generiert und haben Symbolcharakter – nicht mehr und nicht weniger. Wir kennen die Analyse. Wir kennen die Zahlen. Wir kennen die
05 Juni 2026 •Autor
(c) Blogger Ossi Powered by HTMLy
  • Home
  • Blog
  • Autor
  • Datenschutz