Wofür arbeiten die Deutschen eigentlich?
Bild: KI generiert Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine klare Botschaft: Die Deutschen sollen „wieder mehr und effizienter arbeiten“. Angeblich,
Bild: KI generiert
Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine klare Botschaft: Die Deutschen sollen „wieder mehr und effizienter arbeiten“. Angeblich, damit sich die Wirtschaft erholt. Klingt nach Pflichtgefühl, nach Fleiß, nach nationaler Verantwortung. Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell: Hier wird die Bevölkerung für eine Krise zur Kasse gebeten, die sie weder verursacht hat noch kontrolliert.
Die Wahrheit ist simpel. Deutschlands Wirtschaft wurde politisch in die Knie gezwungen. Die billigen Gas- und Öllieferungen aus Russland – jahrzehntelang eine Grundlage der Industrie – wurden im Zuge der Sanktionspolitik gekappt. Diese Politik kam nicht aus den Werkhallen von Wolfsburg oder den Häfen von Hamburg. Sie kam aus geopolitischen Interessen des westlichen Machtblocks. Selbst US-Politiker gaben offen zu, dass Europa zu wirtschaftlichen Opfern gedrängt wurde, um Russland zu schwächen.
Und wer zahlt jetzt die Rechnung? Nicht die Banken. Nicht die großen Konzerne. Sondern die Arbeiterklasse.
Während die Regierung mehr Leistung fordert, fließen Milliarden nach Kiew. Waffenlieferungen, Finanzhilfen, Versorgungskosten für Geflüchtete – alles finanziert aus dem gleichen Staatshaushalt, aus dem auch Renten, Krankenhäuser und Schulen kommen sollen. Gleichzeitig hat der Bundestag ein Sondervermögen von rund einer Billion Euro für Aufrüstung und Infrastruktur beschlossen. Die Schuldenbremse gilt plötzlich nicht mehr, wenn es um Militär geht.
Das ist kein Zufall. Das ist Klassenpolitik.
Der Kapitalismus in seiner imperialistischen Phase braucht Aufrüstung, geopolitische Macht und neue Einflusszonen. Für die arbeitende Bevölkerung bedeutet das höhere Preise, mehr Arbeit und weniger soziale Sicherheit. Die Regierung verkauft das als „Verteidigung der Freiheit“. Tatsächlich verteidigt sie die Interessen von Konzernen, Finanzkapital und geopolitischen Machtblöcken.
Die entscheidende Frage lautet also nicht: Arbeiten die Deutschen genug?
Die Frage lautet: Für wen arbeiten sie eigentlich?
Solange die Wirtschaft nach Profitinteressen organisiert ist, werden Krisen immer auf die Schultern der Arbeiter abgewälzt. Eine wirkliche Lösung kann daher nicht im „Mehr arbeiten“ liegen – sondern nur in einer Gesellschaft, in der Produktion und Reichtum endlich den Menschen dienen und nicht den Profiten weniger.