Abwicklung DDR: Folge 3
Alte Eliten, neue Republik – Faschistische Kontinuitäten in der BRD „Man ist in der Bundesrepublik nicht trotz, sondern wegen seiner
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Alte Eliten, neue Republik – Faschistische Kontinuitäten in der BRD
„Man ist in der Bundesrepublik nicht trotz, sondern wegen seiner NS-Vergangenheit Karriere gemacht.“— Heinz Dürr, Historiker
Wie viele Nazis braucht ein „demokratischer Neubeginn“? In der BRD lautete die Antwort: möglichst viele. Während die DDR in einem radikalen Bruch mit dem Faschismus entstand, setzte die BRD auf Kontinuität – personell, ideologisch und institutionell. Das Ergebnis: Alte Täter in neuen Ämtern, alte Denkweisen im neuen Gewand.
Ein Blick ins Braunbuch
Das Braunbuch des DDR-Nationalrats von 1968 listet über 1.800 hochrangige Funktionsträger der BRD, die zuvor im Dienst des Dritten Reichs standen: •20 Minister und Staatssekretäre, •189 Generäle und Admiräle, •über 1.100 Richter, Staatsanwälte und Justizbeamte, •244 Diplomaten, •mehr als 300 Spitzenbeamte von Polizei, Verfassungsschutz und Ministerien.
Die Beweise sind bis heute öffentlich – und dennoch wird diese Geschichte verschwiegen, relativiert oder als „DDR-Propaganda“ abgetan.
Die Spitze des Eisbergs
•Hans Globke: Kommentator der Nürnberger Rassengesetze –
später Adenauers rechte Hand im Kanzleramt.
•Reinhard Gehlen: NS-Militärspion – erster BND-Chef.
•Heinrich Lübke: Mitverantwortlicher für KZ-Bauten – später
Bundespräsident.
•Theodor Heuß: Stimmte 1933 dem Ermächtigungsgesetz zu –
erster Bundespräsident.
Diese Figuren haben nicht etwa untergetaucht – sie haben das Fundament der BRD gelegt.
Die DDR – das Gegenteil
Im Osten wurden Nazikader konsequent entmachtet, verurteilt oder ins Abseits gestellt. Der Aufbau einer antifaschistischen Ordnung war Staatsziel – nicht Lippenbekenntnis. Dass man dort nicht jedem Fehler aus dem Weg ging, ist kein Grund zur Gleichsetzung – sondern zur Unterscheidung.
Doppelmoral bis heute
Während die BRD bis heute den „Unrechtsstaat“ DDR deklariert, wird die eigene faschistische Altlast unter den Teppich gekehrt. Wer DDR sagt, muss Stasi schreien – wer BRD sagt, darf Globke vergessen. Diese Gleichsetzung ist nicht nur Geschichtsfälschung – sie ist Geschichtsverweigerung.
Quellen & Belege:
•Braunbuch: Kriegs- und Naziverbrecher in der BRD, Nationalrat
der Nationalen Front, Berlin 1968
•Kurt Gossweiler: Die Taubenfuß-Chronik, edition ost
•Daniela Dahn: Wir bleiben hier oder Wem gehört der Osten?